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Wemding (rebe) - „Dix Cent“ sagt die kleine Zoe und zeigt stolz auf den 110er, mit dem sie und ihre Eltern aus dem Elsass nach Wemding gekommen sind. Etwas mehr als 300 Kilometer haben Thomas und Regina Diebolt gemeinsam mit ihrer zweieinhalbjährigen Tochter und dem fünfmonatigen Söhnchen Theo aus Frankreich zurückgelegt, um beim Versuch des „Landyrekordes“ am Samstag auf einem Feld auf der Robertshöhe dabei sein zu können.

Landrover-Fahrer aus ganz Deutschland, der Schweiz, Österreich, Frankreich und Italien hatten zumeist aus dem Internet erfahren, dass in Wemding ein ganz besonderer Rekordversuch zugunsten eines guten Zweckes von den Organisatoren Dennis Meyer und Petra Ebert-Pilz in Angriff genommen werden sollte. Und 54 Fahrzeughalter mit Familie, Hund und Co. folgten dem Aufruf. Sie stellten gemeinsam das Landrover-Firmenlogo nach. Weil es für das O nicht ganz reichte, stellten sich dann alle Teilnehmer noch zu einem Kreis auf, damit der Rekordversuch auch glückte.

Am Ende kamen durch eine amerikanische Versteigerung und viele andere Aktionen 1 370 Euro zugunsten der Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft, Landesverband Bayern, zusammen. Auf die Idee für diesen ungewöhnlichen Rekordversuch kamen die Organisatoren durch einen erkrankten Freund, der an Multipler Sklerose leidet. Jetzt wollen Meyer und Ebert-Pilz noch Gespräche mit Landrover führen, um die Rechte an dem Luftbild des nachgestellten Firmenlogos zu verkaufen. Das konnte zwar wegen der Witterungsverhältnisse nicht vom Flugzeug aus gemacht werden, aber dank der Unterstützung der Wemdinger Feuerwehr wurde die Aktion von der Drehleiter eines Einsatzfahrzeuges aus festgehalten.<br />
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Zusammenhalt und eigene Lebensphilosophie<br />
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Großen Spaß gemacht hat es allen Beteiligten auf jeden Fall. Denn die Landrover-Fahrer haben einen ganz besonderen Zusammenhalt, eine eigene Lebensphilosophie und treffen sich regelmäßig zu Aktionen im In- und Ausland. „Es war einfach superschön“, freute sich auch Petra Ebert-Pilz, dass alle sich im Donau-Ries-Kreis wohlgefühlt haben. „Eine wunderschöne Landschaft hier“, fanden die Schweizer Berry und Anja van Donkelaar, die rund dreieinhalb Stunden aus dem Appenzeller Land unterwegs waren.<br />
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Für Jörg und Gabi Schmidtkorth aus Schlüsselfeld bei Bamberg in Oberfranken war es ebenfalls selbstverständlich, hier mit ihrem Discovery 3 dabei zu sein. Mit ihrem „Schätzchen“ waren sie jetzt gerade erst auf Abenteuer-Tour mit befreundeten Landrover-Fahrern in Tunesien. Zuletzt machten sie noch einmal einen Abstecher nach Biarritz, wo sie vor 25 Jahren ihre Flitterwochen verbracht haben. „Damals waren wir noch mit einem Polo unterwegs“, schmunzelte der IT-Manager. Sein Landrover in der Edelversion mit Leder und Luftfederung ist rund 60 000 Euro wert.<br />
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Die Leidenschaft geerbt<br />
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Wie viele andere auch verbringt der 26-jährige Österreicher Phillip Neubersch viele Stunden seiner Freizeit, um an seinem Wagen „herumzufrickeln“ - hier noch ein Teil austauschen, da noch etwas ganz Neues anbringen. Die Leidenschaft hierfür hat er von seinem Vater Josef geerbt, der auch mit seinem Wagen die 680 Kilometer von der slowenischen Grenze gerne zurückgelegt hat, um in Wemding wieder einmal viele Menschen zu treffen, die ebenso wie er dem Hobby frönen, mit einem Landrover durchs Gelände zu fahren. Gelegenheit genug gab’s ja auf dem Feld auf der Robertshöhe, denn hier versank nach den Regenfällen der vergangenen Tage alles ein bisschen im Matsch. Genau das richtige Terrain für die Geländewagen. Und der Stimmung hat es keinen Abbruch getan. Ganz im Gegenteil - man war wieder einmal unter Gleichgesinnten.
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<b>Quelle: Donauwürther Zeitung vom 24.August 2008</b> 
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